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Kaffee – das alte neue Wundermittel

Von der Bohne in die Haare und auf die Haut

Kaffee ist nicht nur Genussmittel, Lifestyle und in Maßen genossen gesund, sondern hat auch nicht zu unterschätzende Eigenschaften auf Haut und Haare. Außer den wundervollen, vielfältigen Aromen, die uns immer wieder neu begeistern, sind die meistgenutzten Inhaltsstoffe der Bohne Kaffeeöl und Koffein.

Was macht Kaffee interessant für die Kosmetik?

Kaffeeöl gegen Falten

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Kaffeeöl hört sich geheimnisvoll an, gemeint ist aber schlicht der Fettanteil der Kaffeebohne. Der Gehalt liegt je nach Bohne und Anbaugebiet zwischen 10 und 17%. Mit diesem Öl wird ein Anti Aging Effekt in Luxuscremes beworben. Was ist dran an dem Verjüngungsmittel?

So wirkt Kaffeöl auf die Haut

Laut wissenschaftlichen Studien, gibt es tatsächlich aus der Fraktion der Fette der Kaffeebohne Inhaltsstoffe, die sich positiv auf das Hautbild auswirken:

  • Triglyceride mit Lino-, Palmitin- und Ölsäure

wirken dem Feuchtigkeitsverlust entgegen und stärken die Hautbarriere

  • Diterpene wie Kahweol und Cafestol

wirken antientzündlich und schützen gegen freie Radikale

  • Tocopherole und Phytosterole

auch antioxidativ, stärken die Hautbarriere und besitzen einen leichten Schutz gegen UV-Strahlung

Kaffee gegen Haarausfall?

Hormonbedingter Haarausfall, sogenannter androgenetischer Haarausfall, entsteht in erster Linie durch das Hormon Dihydrotestosteron, kurz DHT. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die Haarfollikel immer kleiner werden und die Haare dann immer dünner nachwachsen. Obwohl das Hormon ein Abbauprodukt von Testosteron ist, sind auch Frauen, besonders nach den Wechseljahren, davon betroffen.

Koffein in Shampoo und Haarseife

Der Koffeinanteil im Kaffee beträgt zwischen 0,8 und 3%. Schon eine niedrige Konzentration ist ausreichend für eine Stimulation des Haarfollikels. Zusätzlich fördert Koffein fördert die Durchblutung, regt somit den Stoffwechsel an und fördert die Nährstoffversorgung der Haarwurzel.

Kaffee und Rizinusöl – das perfekte Duo

Koffein wirkt wie Kaffeeöl antioxidativ und hat zusätzlich einen leicht fettlösenden Effekt. Das macht Kaffee zum sinnvollen Inhaltsstoff in Haarseifen. Eine besondere Synergie bildet Kaffee zusammen mit Rizinusöl.

Die enthaltene Ricinolsäure regt den Zellstoffwechsel an, stimuliert die Haarfollikel und nährt sie. Rizinusöl in kaltgepresster Form hat viele hautpflegende und regenerierende Eigenschaften. In unserem Magazinartikel erfährt du alles über Rizinusöl für Haut und Haare.

In einer handgesiedeten Naturseife, bleiben die unverseifbaren Bestandteile erhalten und tragen so zur Gesundheit von Haut und Haaren bei.

Koffein Shampoo oder Haarseife mit Kaffee

Das Kaffeeöl und Koffein hilfreich bei Haut- und Haarproblemen sind, belegen mittlerweile viele Studien. Ob man jetzt zu konventioneller Kosmetik greift oder sich lieber für ein Naturprodukt entscheidet, ist die Qual der Wahl. Bei Naturprodukten sind die Wirkstoffe nicht aufbereitet und nicht standardisiert. D.h. es gibt eine Schwankungsbreite bei den Inhaltsstoffen, jedoch ist die Wirkung der einzelnen Stoffe meist effektiver im Verbund der ganzen Pflanze.

Ein Nebeneffekt von Naturseifen mit Kaffee kann eine leichte Tönung der Haare sein. Diese wäscht sich nach 2 – 3 Wäschen aus den Haaren heraus.

Das steckt im Kaffee – Inhaltsstoffe

Wer wissen möchte, was genau in der Bohne steckt, die wir täglich genießen, haben wir hier noch eine Aufschlüsselung:

  • 50 – 60% Kohlenhydrate
  • 10 – 17% Fette (Kaffeeöl)
  • 10 – 15% Proteine und freie Aminosäuren
  • Alkaloide (stickstoffhaltige, meist alkalische Verbindungen, die große Wirkung auf den Organismus haben) Koffein 0,8 – 3% und Trigonellin 0,5 – 1%
  • Phenolische Verbindungen (aromatische, organische Verbidnung)
  • 3 – 5% Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Kalzium, Phosphor)
  • 1% Vitamine (B-Vitamine)
  • Spurenelemente
  • Wasser (nach dem Rösten zwischen 1 – 3%)

Aromen machen Kaffee weltweit bekannt

Nach der Röstung, durch den sogenannten Maillard Prozess, entstehen Hunderte von Aromastoffen. Sie haben den Anfang der Kaffeekultur entfacht und sind heute verantwortlich für das vielfältige Geschmacks- und Geruchserlebnis. Dazu eine kleine Anekdote:

Ziegen in Äthiopen, Geschichte zu Entstehung von Kaffee

Der Südwesten Äthiopiens gilt als Ursprungsregion des Kaffees. Von dort kommt die schöne Geschichte, die in unterschiedlicher Form seit Jahrhunderten mündlich überliefert wird:

Vor mehr als 1.300 Jahren hütete ein Junge seine Ziegen und beobachtete, dass sie von bestimmten Sträuchern kleine grüne Früchte fraßen. Danach sprangen sie herum um waren kaum zu bändigen. Dieses Verhalten dauerte bis tief in die Nacht, so dass der Junge kaum noch zur Ruhe kam. Schließlich probierte er selbst die Früchte und spürte deren belebende Wirkung.

Er brachte einige Früchte des Strauches zu Mönchen eines Klosters in der Nähe. Die Mönche bereiteten ein Getränk daraus, was ihnen aber gar nicht schmeckte. Sie schütteten den Rest des Gebräus ins Feuer und dann breitete sich ein wundervolles Aroma in der Luft aus. Der erste Kaffee war geröstet.

Die Mönche wiederholten den Vorgang nun mit den grünen Früchten des Strauches und bereiteten danach das Getränk zu. Der Geschmack begeisterte sie so, dass sie den Trank immerzu bereiteten und die ganze Nacht beten konnten.

Bilder: canva, Natural Pure Solids

Quellen:

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11855793, letzter Zugriff 25.11.2025

https://europepmc.org/article/med/17214716, letzter Zugriff 25.11.2025

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5728535, letzter Zugriff 25.11.2025

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26971541, letzter Zugriff 25.11.2025

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