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Selfcare – ein Geschenk an dich

Selbstfürsorge ist soviel mehr als nur ein Trend

Selfcare beschreibt bewusste Handlungen und Rituale, mit denen Menschen ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden stärken – von Schlaf, Ernährung und Bewegung bis hin zu Stressmanagement. Selfcare heißt auch Grenzen setzen und Unterstützungsangebote annehmen.

Warum ist Selfcare gerade jetzt so groß?

In einer Zeit, die von täglichem Zeitdruck und Selbstoptimierung geprägt ist, ist es ein wichtiger Schritt Raum für sich selbst zu schaffen. Das dies oft nicht gelingt, zeigen die steigenden Krankheitszahlen, insbesondere bei chronischen und psychischen Erkrankungen.

Die jüngere Generation will das anders machen. Sehen sie doch ihre Eltern sich zwischen Arbeit, Familie und Pflege von Angehörigen zerreißen. Immer gestresst, immer in Zeitnot. Sie wollen sich nicht nur nach der Ausbildung oder Arbeit erholen, sondern Gesundheit als ein Teil des Lebensstils in ihren Alltag integrieren.

Stress abbauen mit Auszeit, Pause, Selfcare, Frau mit Kopfhörer macht Pause

Ein einfaches Beispiel hierfür ist die Hautpflege:

Ein paar Schritte in der täglichen Routine erhalten die Hautgesundheit. Dazu gehört natürlich die Haut abschminken, reinigen und tagsüber immer Sonnenschutz auftragen. Klingt selbstverständlich, aber selbst dieser kleine Aufwand wurde von der älteren Generation oft vernachlässigt. Ein Grund dafür, dass die Boomer Generation jetzt eine explosiv steigende Rate an Hautkrebs hat. Hier können die Älteren von den Jungen lernen und sich aus alten Verhaltensmustern befreien, die Körper und Seele schaden.

Selbstfürsorge macht gesund und glücklich

lachende glückliche Frau

Richtige Selbstfürsorge bietet große Chancen

Höhere Selbstwirksamkeit: Routinen schaffen bei Unsicherheit Stabilität und langfristige positive Entwicklungen

Prävention und Gesundheitskompetenz: ein informierter und selbstverantwortlicher Patient hat bessere Möglichkeiten gesund zu werden und zu bleiben

Inanspruchnahme von Unterstützung: durch Selbstreflexion sind Hürden niedriger, sich mit mentaler Gesundheit sich zu beschäftigen

Selfcare ist nicht Beautycare

Selfcare wird oft mit Beautycare verwechselt. In einer großen Studie wurden Menschen befragt, wie viel Zeit sie täglich mit Tätigkeiten verbringen, die der Verbesserung ihres äußeren Erscheinungsbildes dienen. Laut dieser Studie (93.158 Personen aus 93 Ländern) definiert „attractiveness-enhancing behaviors“ , also alle Handlungen die nur dem Zweck der Verbesserung des Äußeren dienen, sehr breit – Kosmetik, Haare, Kleidung, Körperhygiene, sowie Sport und Essen mit dem Ziel attraktiver zu wirken. Im Durchschnitt berichten Frauen von „fast 4 Stunden“ pro Tag, Männer etwa 3,6 Stunden. 99 % liegen über 10 Minuten täglich. Das ist eine enorme Zahl und verleitet zu einem schnellen Urteil.

Jedoch bedeutet sie nicht automatisch 3-4 Stunden vor dem Spiegel, sondern 3-4 Stunden Zeitaufwand für Ernährung, Bewegung, Körper- und Hautpflege sowie Schlafhygiene. Das rückt diesen Zeitrahmen in ein anderes Licht und er bekommt damit eine große Bedeutung für unsere Gesundheit.

Die sozialen Medien nutzen den Trend und organisieren mit ihren Algorithmen Selcare als Beautycare. Sie zeigen junge Frauen, die auch mal 20 (!!) Produkte auf ihr Gesicht auftragen, bevor sie das Haus verlassen. Für viele Jüngere scheint das logisch: Sichtbarkeit (Stories, Reels, Dating-Profile, Gruppenbilder) macht Aussehen zu einer Art „dauerhaftem Projekt“, und Routinen werden vergleichbar, kommentierbar und bewertbar.

Beautycare wird zur Aussehensarbeit

Aussehensarbeit verstärkt den bestehenden Druck und ist keine Selbstfürsorge. Sie heizt Überkonsum an und belastet die Psyche und das Budget. Wie trennt man als Nutzer von sozialen Medien nun die kommerzialisierte Selbstdarstellung von der Selbstfürsorge?

Checkpoints als Alltagshilfe für Selfcare statt sichtbarkeitsgetriebene Selbstoptimierung

1. Stelle dir diese Frage bevor du etwas für dich tust (Hautpflege, Make-up, Haare, Sport, Shopping, Social Media):

  • „Ich mache das, auch wenn mich heute niemand sieht.“
  • „Ich mache es, weil ich Angst habe schlecht auszusehen und bewertet zu werden.“

2. Nicht perfekt zu sein ist gut genug, frei nach dem Motto: „A little imperfection is always nice“

  • Höre nach dem ersten, zufriedenstellendem Ergebnis auf (z.B. die Frisur ist ordentlich, aber nicht perfekt)
  • Sag dir: „70% reicht.“

Selfcare Basics

Statt uns täglich neu zu erfinden, mit Unzulänglichkeiten und Maßstäben anderer herumzuschlagen, ist es eine bessere Idee ein Set mit Selfcare Basics zu etablieren um uns wirklich nach vorne zu bringen. Das klingt sehr einfach, hält aber einer kritischen Überprüfung bei den meisten Menschen nicht stand:

1. Schlaf schützen (guten Schlaf priorisieren)

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2. Bewegung (jeden Tag eine Stunde Bewegung)

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3. Essen/Trinken (regelmäßig Wasser und eine „richtige“ Mahlzeit)

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4. Haut/Hygiene (einfach und konstant)

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Alles, was darüber hinausgeht, ist „Extra“ und sollte nur gemacht werden, wenn Zeit übrig ist.

Echte Selfcare macht den Tag leichter

Kurze effektive Routinen für Hautpflege und Schlafhygiene, Mealprep statt Convenience Food, multifunktionale Kosmetikprodukte statt einer Vielzahl, Basics im Kleiderschrank, Haarstyles die zum Typ passen, nicht zum Trend, sind alles Beispiele, die den Tag leichter machen.

Merksatz

Selfcare hilft dir, dein Leben zu leben. Performance hilft dir, gut auszusehen, während du es nicht lebst.

Quellen:

https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/self-care-health-interventions

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1090513822000472

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