Pflanze des Monats – Rosmarin

Rosmarin – Heilpflanze aus dem Süden Europas

Geschichte

Der Rosmarin ist ein mediterranes Kraut, das aus dem Mittelmeerraum, genauer der Region Dalmatien stammt, in der heute die Länder Kroatien und Montenegro liegen. Wild wächst er heutzutage in Portugal, Spanien, Italien sowie vereinzelt in den Schwarzmeerländern. Im Altertum wurde der Rosmarin schon von den Römern und Griechen vielseitig verwendet, dabei spielte er besonders bei Feierlichkeiten und Zeremonien eine wichtige Rolle. Im frühen Mittelalter wurde er besonders häufig in Klostergärten von Mönchen angebaut.

Botanik

Rosmarin in Blüte - Bienenweide und Heilpflanze aus dem Süden Europas

Der Rosmarin, auch Salvia rosmarinus, gehört zur Familie der Lippenblütler und ist verwandt mit mediterranen Kräutern wie Lavendel, Salbei oder Thymian. Seit 2020 gehört er zu den Salbeiartigen und die Bezeichnung Rosmarinus officinalis wird kaum noch verwendet. Dafür wurde der Rosmarin in eine eigene Gattung eingestuft, die zwei Arten, den Echten Rosmarin und den Pinien-Rosmarin, Rosmarinus angustifolia, beinhaltet. Salvia rosmarinus kann man in drei Typen unterteilen, den Cineol-Typ, Campher-Typ, Verbenon-Typ, die sich durch Inhaltsstoffe und Anbaugebiet unterscheiden. Der Rosmarin ist ein immergrüner, mehrjähriger Strauch, der zwischen 150 cm zu 200 cm hoch wächst.

Inhaltsstoffe

Rosmarin wurde 2011 zur Heilpflanze des Jahres gewählt, dies sicherlich wegen seiner vielfältigen Inhaltsstoffe mit breitem Wirkspektrum. Dazu zählen ätherische Öle wie Borneol, Pinen und Cineol sowie wichtige Phenolverbindungen, wie die Rosmarinsäure und die Carnolsäure und einige Flavonoide, wie das Hesperidin.

Rosmarin – Klarer Kopf und glänzendes Haar

Rosmarinöl Wirkung auf der Haut

Anwendung von Rosmarin auf der Haut

Das Rosmarinöl hat eine stark anregende, durchblutungsfördernde und schmerzlindernde Wirkung. Es wirkt krampflösend sowie gallenflussfördernd und zeigt gegen Lebergifte, Reizdarm und Geschwüre Wirkung. Bei rheumatischen Muskelschmerzen, Ischias, Wunden und Quetschungen kann ein Rosmarin Bad Abhilfe schaffen. Historische Belege zeigen, dass es im 15. Jahrhundert bei Wurmbefall, schwachem Gemüt und Gelbsucht empfohlen wurde.

Rosmarin für die Haare

Der Favorit bei Haarausfall und stumpfem Haar

Rosmarinöl wird in Shampoos gegen Schuppen und Haarausfall verwendet. Es regt die Durchblutung der Kopfhaut an und nährt die Haarwurzeln. Die Haarfollikel werden gestärkt und das Haar kann gesund nachwachsen. Rosmarin hat eine belebende und erfrischende Wirkung und kann auch dadurch das Haarwachstum stimulieren. Es zeigt auch bei trockener und juckender Kopfhaut Wirkung, da es talgregulierend ist.


Innere Anwendung

Innerlich können die getrockneten Blätter des Rosmarins mit heißem Wasser übergossen als Tee verzehrt werden. Dabei hilft es bei Oberbauchschmerzen, Blähungen und Kreislaufbeschwerden, aber auch bei Gedächtnisschwäche, Kopfschmerzen und Migräne. Dem Rosmarinöl werden leichte antimikrobielle und antivirale Wirkungen nachgesagt1, weshalb durch dieses auch Abhilfe bei Zahnfleisch-, Mund- und Rachenentzündungen möglich ist. Des Weiteren kann es bei weiblichen Leiden, wie Wechseljahr- und Menstruationsbeschwerden, helfen, aber auch die sexuelle Lust anregen. Studien zeigten zudem, dass Rosmarin den Wachstum von Krebszellen hemmen kann². Hierbei ist die Gesamtheit des Rosmarinextraktes wirkungsvoller als einzelne Bestandteile der Pflanze. Es stehen jedoch noch weitere Forschungsstudien diesbezüglich an.

Rosmarin als Fitmacher für den Kopf

Aromatherapie

In der Aromatherapie wird das Rosmarinöl häufig in Riechfläschchen im Alltag verwendet und kann auch hierbei bei den Kreislauf und niedrigen Blutdruck in Schwung bringen. Es ist konzentrationsfördernd, da es die Gedächtnisleistung steigern kann, hilft bei andauernder Müdigkeit und kann das Selbstbewusstsein stärken. Außerdem ist es förderlich bei Depressionen, Stimmungsschwankungen und Angstzuständen1.

Duft

Rosmarin hat einen anregenden, zitrus- und kräuterartigen Duft. Dieser kann als frisch, herb, würzig charakterisiert werden und wird als Kopfnote aufgenommen. Da er kühl und klar riecht, macht er aktiv und belebt.

Als unverzichtbares ätherisches Öl für Naturkosmetik und inneres Wohlbefinden verwenden wir Rosmarinöl im Pflege & Glanz Shampoo Arganöl – Aloe Vera, dem Conditioner für glattes Haar und der Duschseife Kokosmilch.

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Quellen: 1Ghasemzadeh Rahbardar, Mahboobeh, and Hossein Hosseinzadeh: Therapeutic effects of rosemary (Rosmarinus officinalis L.) and its active constituents on nervous system disorders., in: Iranian journal of basic medical sciences, 23,9 (2020), S. 1100-1112.

2Ngo, Suong N T et al: Rosemary and cancer prevention: preclinical perspectives, in: Critical reviews in food science and nutrition, 51,10 (2011), S. 946–954.

Text: Franziska Bohland, Rebekka Kratz

Bilder: monstera (via pexels)

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