Was Duft mit uns macht 09.03.2019

Was Duft mit uns macht
Duft und Wirkung

Die Nase ist das einzige Sinnesorgan welches seine Impulse ungefiltert ins Gehirn leitet, ohne dass andere Nervenzellen dazwischen geschaltet sind. Dort führt ein Weg direkt ins Limbische System, unser Gefühlszentrum. Je nach Geruch können positive oder negative Assoziationen ausgelöst werden. Widerstand ist zwecklos, denn wenn wir den Duft riechen können, ist er schon in unserem Gehirn angekommen. 

Weil Düfte und Erinnerungen dort gemeinsam gespeichert werden, wecken Düfte Erinnerungen an Erlebnisse. Durch ihre botenstoffartigen Eigenschaften beeinflussen die Duftmoleküle unsere Stimmung und fördern im besten Fall unser seelisches Wohl und unsere Gesundheit.

Duftmarketing

Wurden in verganenen Zeiten Düfte in erster Linie zur Verführung oder als heilende Essenzen bei Krankheiten verwendet, haben sie heute einen bedeutenden Platz im Verkauf von Konsumgütern. Lange vor unserer Kaufentscheidung haben wir bereits die positive Assoziation zum Produkt ohne es zu merken. 

Duftmischungen spielen eine große Rolle bei der Kundenbindung weil sie einen Wiedererkennungswert haben, der direkt zum Produkt führt. Jeder von uns kennt diese Düfte bereits aus der Kindheit...

Doch wie anders ein naturreines ätherisches Öl von Pflanzen wie Salbei, Rose, verschiedenen Lavendelarten, Grapefruit oder Zeder wirklich duftet, davon sind viele überrascht. Dabei sind es genau diese Essenzen, die als Vorbilder für so viele hilfreiche Medizinprodukte dienen, haben sie doch "nebenbei" Inhaltsstoffe, die antiseptisch, antiviral, fungizid oder entzündungshemmend wirken. 

Ätherische Öle besitzen sehr unterschiedliche Wirkungen auf die Psyche. Die Inhaltsstoffe entscheiden, ob sie anregen oder beruhigen, Einfallsreichtum und Fantasie fördern oder aus seelischen Tiefs heraushelfen und stimulierend wirken. Einige Öle schaffen Klarheit und Struktur im Kopf, fördern das logische Denken und regulieren überschießende Energie.

Wie die Atmung, die Verdauung oder der Herzschlag entzieht sich auch unser Geruchssinn unserem bewussten Einfluss. Daher können Düfte auch unsere inneren Organe beeinflussen. Sie verlangsamen unsere Atmung oder vertiefen sie, beeinflussen unseren Herzschlag. Unser Verdauungssystem spricht besonders gut auf ätherische Öle an. Deshalb werden in der Küche aromatische Kräuter eingesetzt, die außer der appetitanregenden Wirkung durch den Duft auch noch für den Geschmack und für das Immunsystem reichlich Nähr- und Wirkstoffe bieten.

Wir wollen die Originale in ihrer ganzen Bandbreite schnuppern und erleben, mit ihrer Heilkraft und ihrer Duftentwicklung.

Duftentfaltung

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Kopfnote (Geistesebene)

Die Kopfnote ist zuerst wahrnehmbar und sehr flüchtig. Sie entfaltet sich in ihrer ganzen Fülle in den ersten 1 – 2 Stunden. Es sind meist frische, anregende Düfte die uns wach machen und positiv stimmen.
Auf physischer Ebene haben sie eine schleimlösende, antibakterielle, antivirale, gewebestraffende und durchblutungsfördernde Wirkung.
Besonders bekannte Kopfnotenöle sind Zitrusöle, wie Grapefruit, Orange, Limette und Zitrone.





Herznote (Seelenebene)

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Diese Duftnote braucht etwas Zeit bis sie sich voll entfaltet und wahrgenommen wird. Dies kann von einigen Minuten bis zu einer ganzen Stunde dauern, dann hält sich die Herznote recht lange - bis zu 6 Stunden kann sie präsent sein. Die Duftnoten sind warm, weich und blumig.

Die Herzdüfte stehen in enger Beziehung mit den Gefühlen. Es werden Empfindungen geweckt die wir in uns tragen und es kann sogar passieren, dass ein Duft uns tröstet, erfreut, begeistert, erotisiert, beruhigt oder seelisch ausgleicht.

Auf physischer Ebene sind diese Öle im allgemeinen sehr gut zur Haut, sie pflegen die Haut, sie sorgen dafür, dass sich die Zellen regenerieren, Entzündungen werden gehemmt und Verletzungen schneller geheilt.

Zu dieser Gruppe der Düfte gehören unter anderem Wacholder, Muskatnuss, Lavendel, Palmarosa, Zypresse, Teebaum, Geranium, Ylang Ylang und Rose.


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Basisnote (Körperebene)

Die Basisnote ist der beständigste Duft - sie ist besonders intensiv, schwer und charakervoll. Die Noten sind balsamisch, holzig und erdig. Diese ätherischen Öle brauchen relativ lange, bis sich der Duft komplett ausgebildet hat. Es kann bis zu 2 Stunden dauern und dann Tage lang anhalten und sogar den Duft verändern.

Sie schenken uns Mut, Geborgenheit, Konzentration, Sicherheit, Ruhe, Ausdauer und innere Stärke.

Auf physischer Ebene sind sie besonders gut zur Beruhigung und Pflege der Haut.

Starke Basisnoten sind Patchouli, Zeder, Vetiver und Sandelholz.