Aufbewahrung: Festes Shampoo und Naturseife einfach und nachhaltig aufbewahren 12.06.2018

Aufbewahrung: Festes Shampoo und Naturseife einfach und nachhaltig aufbewahren
Aufbewahrung festes Shampoo und Naturseife: Seifenablagen aus Holz, Metall, Luffa usw.

Plastikfrei im Bad 

Im Badezimmer sollte bei der täglichen Routine alles griffbereit sein: Festes Shampoo oder diverse Naturseifen für verschiedene Körperzonen. Aufbewahrungsmöglichkeiten gibt es reichlich. Wir stellen hier einige vor und betrachten die Vor- und Nachteile:

Seifenschalen aus Glas, Keramik oder Porzellan

Sie sehen hochwertig aus. Sie sind jedoch zerbrechlich und sind für einem Haushalt mit Kindern und Senioren nicht geeignet. Sollten sie eine Ablaufrinne haben, muss diese regelmäßig nach Gebrauch gesäubert werden sonst sammelt sich das Seifenwasser um die Seife herum an. Das siehr nicht nur unschön aus, sondern schader auch der Seife. Zur Aufbewahrung sind sie nur für trockene Naturseife geeignet.

Seifenschalen und Seifenablagen aus Holz

Natürlich und nachhaltig ist ein Pluspunkt. Sofern man Seifenschalen aus Olivenholz, Thermoholz oder Bambus benutzt ist Feuchtigkeit weniger ein Problem. Diese Hölzer sind für lange Zeit wasserabweisend. Andere Naturhölzer wie Buche oder Ahorn sind weniger geeignet, da sie schnell durchweichen und sich Seifenreste nur mit der Bürste von der Oberfläche entfernen lassen. Für die Abtrocknung der Seife sind mehrere Ablauflöcher am tiefsten Punkt der Schale am besten. 

Seifenablagen aus Stein und Beton

Schön anzusehen, handwerklich oftmals Meisterstücke. Wer Stein und Beton liebt kann mit diesen Materialien im Bad spielen: rauhe Oberflächen oder glatt poliert. Alle Farbschattierungen und Formen sind möglich. Granit und Marmor hält alles aus und Seifen- oder Shampooreste sind einfach abzuwischen.

Der Nachteil ist das Gewicht und der benötigte Platz. In kleinen Bädern und Duschen finden sich nur kleine Ecken oder Ränder als Ablagemöglichkeit, bestenfalls steht eine Wandnische zur Verfügung. 

Fest installierte Ablagen sind fein, sofern sie keine glatte Oberfläche haben und nicht mit Wasser berieselt werden. Hier empfehlen sich eher Duschkörbe, die sich in Kopfhöhe befinden.

Sisalseifensäckchen

Sisal ist eine Naturfaser aus den Blättern der Agave. Die Sisalfaser ist ausgesprochen zäh und zugfest. Traditionell kommt sie aus Mexiko, Mittelamerika und Südamerika und wird dort zu Tauen, Kordeln und Garnen verarbeitet. Sisal wurde seit den 60er Jahren von dem Siegeszug des Kunststoffs abgelöst und findetr erst in jüngster Zeit wieder den Weg in die Badezimmer.

In dem Sisalsäckchen können Seifen und Reste zur Aufbewahrung an der Kordel in der kleinsten Ecke aufgehängt werden. Empfindliche Seife mit Kräuter- oder Algenzusätzen werden vor UV-Licht geschützt und zum Waschen kann man die Seife entweder herausnehmen und das Säckchen als Waschlappen benutzen oder mit dem Säckchen den Körper einseifen. Es ist langlebig und muß nicht extra gereinigt werden. 

Luffaablagen und Luffascheiben

Die Luffagurke ist ein Kürbisgewächs und ihr Fruchtkörper wird bis 80 cm groß. Traditionell wird die Luffagurke zur Gewinnung von Bade-, Massage- und Reinigungsschwämmen angebaut. Die Fasern sind nach der Trocknung rauh, weichen aber bei Kontakt mit Wasser auf. Die Weiterverarbeitung von Luffa findet meist in Asien statt. Dort wird sie geschnitten, gebleicht und vernäht um vielfältige Endprodukte zu erhalten und weiter zu verkaufen.

Luffablagen sind als gleichzeitig als Schwamm und Peelingpad verwendbar. Nach der Reinigung einfach ausspülen, das Wasser ausdrücken und trocknen lassen.

Für festes Shampoo eignen sich am besten die naturbelassenen, etwas dickeren Luffascheiben zur Aufbewahrung, da sie von allen Seiten Luft and das Shampoo lassen und es schnell trocknen kann.

HygieneTip: Sisalsäckchen und Luffascheiben von Zeit zu Zeit mit kochendem Wasser übergießen oder im Sommer in die pralle Sonne legen.

Warum ist die richtige Aufbewahrung so wichtig?

Dazu noch ein kleiner Exkurs in die Naturseifenmanufaktur:

Unsere Naturseifen, Shampoo-Steine und Shampoo Bars haben einen hohen Anteil an natürlichem Glycerin. In handgemachten Seifen ist es ein gewünschtes Nebenprodukt, welches beim Kaltverseifungsprozess entsteht, beim Shampoo wird pflanzliches Glycerin als pflegender Inhaltsstoff zugegeben.

In industriell gefertigten Seifen wird das Glycerin meist entzogen, um es dann weiter zu verkaufen.

Dieses Glycerin hinterlässt einen nach dem Waschen einen Film auf Haut und Haaren und bewahrt sie so vor dem Austrocknen. Der Säureschutzmantel kann sich schneller aufbauen und die Haut gesund erhalten. Haarbruch und Spliss werden verhindert, da Glycerin die Haare geschmeidig hält.

Glycerin wirkt hygroskopisch, d.h. es bindet Feuchtigkeit. Bei heißem Wetter im Sommer und einer damit verbundenen hohen Luftfeuchtigkeit können sich Wasserperlen an der Oberfläche bilden. Das Wasser kommt also aus der Umgebungsluft, nicht aus den Pflegeprodukten.

Seifenschalen und Ablagen ohne Ablauf, Bohrlöcher oder Rinnen sind zur Aufbewahrung und Trocknung für Naturseifen und festes Shampoo ungeeignet.

Eselsmilchseife auf Betonablage von www.elementundraum.de

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Um ein "schwitzen " der Produkte zu vermeiden, ist es ratsam, sie immer nach Gebrauch so aufzubewahren, dass sie gut abtrocknen können. Anschließend das Bad entweder gut belüften oder die Kosmetikstücke in einem trockenen Raum aufbewahren.

Haarseife Sensitiv im Vintage Drahtkorb

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Festes Shampoo auf Luffa

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